Das Projekt

In der Alpregion Corwetsch/Alpjerung - auf der Südseite des Simplonpasses – hat der Verein Corwetsch seit 2002 das zerfallende Alpgebäude Corwetsch saniert und zu einer  einfachen Unterkunft ausgebaut. Kleinere Bauarbeiten sind zwar noch im Gange, aber das Haus bietet heute wieder Schutz und macht einen alpin geprägten Natur- und Kulturraum zugänglich und erlebbar.
Abgelegene Gebiete wie Corwetsch können aus ökonomischen Gründen nicht mehr landwirtschaftlich genutzt werden. Alpen verbuschen, Alpgebäude sind dem Zerfall überlassen. Im Fall von Corwetsch bestand durch die Zusammenarbeit mit der Besitzerfamilie und der Standortgemeinde Gondo die Möglichkeit, ein traditionelles Hochalpengebäude zu erhalten und für eine andere, neue Nutzung zugänglich zu machen.
Vielen, mehrheitlich städtisch lebenden Menschen fehlen zunehmend Erfahrungen im direkten Kontakt mit der Natur. Jugendliche sind in unserer Gesellschaft von dieser Tatsache besonders betroffen. Der Verein organisierte und organisiert deshalb die Aufbauarbeit von Corwetsch auch durch Einsatzwochen von Jugendlichen und von Schulklassen, die damit den Zugang zu einem abgelegenen, alpinen Kulturraum erhalten und während der Einsatzzeit in intensiven Kontakt mit den dortigen natur- und kulturräumlichen Verhältnissen treten können.

Das Projekt Corwetsch will zukünftig das Gebäude als Raum für Begegnungen, als Übernachtungsmöglichkeit und als Ort, an dem elementare Naturerlebnisse möglich sind, zur Verfügung stellen. Vorab die Vereinsmitglieder und nach Möglichkeit auch Wandernde und interessierte Institutionen sollen auf Corwetsch Unterkunft finden.


Nutzung

Die Hütte ist klein und bietet Übernachtungsmöglichkeiten für 6-10 Personen. Für grössere Gruppen kann ein Raum umgenutzt und zusätzlich als Schlafraum gebraucht werden. Zudem ist es möglich, in Zelten zu übernachten. Die Alphütte wurde, abgesehen von Solarenergie für die Beleuchtung, einfach und traditionell eingerichtet. Das Bewohnen verlangt  Kenntnis der Gegebenheiten und Fähigkeiten im Umgang mit der Einrichtung. Für Aufenthalt und Übernachtungen ist es deshalb zwingend, dass eine mit den Verhältnissen vertraute Person dabei ist.